Gunzenhausen

Stadtwappen

Mitten in Franken gelegen zwischen Wäldern und Wiesen grenzt das 823 gegründete Städtchen heute direkt an den neu geschaffenen Altmühlsee.

Hoch über der Stadt liegt unser Mutterhaus, das geistliche und organisatorische Zentrum unserer Arbeit. In den 100 Jahren seit der Gründung unseres Werkes hat es weit über das evangelische Franken hinaus ausgestrahlt.

Sehenswürdigkeiten

  • Die spätgotische evangelische Stadtkirche St. Maria (1448–1496) steht auf Grundmauern eines romanischen Vorgängerbaus auf dem Areal des ehemaligen Römer-Kastells und birgt mittelalterliche Fresken, insbesondere ein großflächiges Christophorus-Wandgemälde. Aus gotischer Zeit erhalten ist zudem das Grabmal des Ritters Paul von Absberg († 1503) mit einem dem Ritter zu Füßen liegenden Hund als Attribut, der heute als Kiri der Kirchenhund die Touristen-Flyer ziert. Nach Umgestaltungen im 18. Jahrhundert prägen ein Kruzifix vor dem Triumphbogen sowie eine Kanzel nach Entwürfen des markgräflichen Hofbildhauers Giuseppe Volpini die Inneneinrichtung. Die Chorfenster gestaltete Hans Gottfried von Stockhausen 1990 in leuchtenden Farben, die einen besonderen Kontrast zur historischen Ausstattung konstituieren. .
  • Die Heilig-Geist-Kirche (Spitalkirche) wurde 1352 von Ritter Burkhard von Seckendorff gestiftet; umgebaut im Stile des Barock, u. a. mit reichhaltiger Stuckdecke, wurde sie 1701. Der mittelalterliche Spitalbau brannte im Dreißigjährigen Krieg ab. Ein Neubau von 1761 nach Plänen von Johann David Steingruber war bis 1969 Altenheim und nach Umbau 1980 Jugendzentrum. Ein Modell an der Außenwand der Spitalkirche dokumentiert das Aussehen des gesamten Komplexes um 1728. Mitten durch das Areal verlief einst der Limes mit einem Wachtturm. Auf dessen Überresten hatte in diesem Bereich im 13. Jahrhundert die Stadtburg der Grafen von Truhendingen gestanden, die nach Aussterben des Geschlechts im 16. Jahrhundert verfiel und von der nichts erhalten ist.
  • Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung sind ein Stück des Wehrgangs sowie drei Türme erhalten: Blasturm (15. Jahrhundert), Färberturm (um 1300) und Storchenturm (ca. 1450). Der Blasturm, 1466 erbaut und im Jahre 1603 aufgestockt, erhielt seinen Namen durch die Tatsache, dass früher an Feiertagen die Stadtkapelle ihre Festchoräle und der städtische Musikmeister seine Kirchenlieder vom Turm erklingen ließen. Der Färberturm (auch Diebsturm genannt) gehörte zu dem 1827 abgebrochenen Weißenburger Tor. Der Storchenturm (auch Drei-Brüder-Turm genannt), wurde im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigt und im 18. Jahrhundert zu einem Wohnhaus umgestaltet; er befindet sich heute in Privatbesitz.
  • Den historischen Marktplatz prägen bedeutende Barockbauten, die in der Regierungszeit des Wilden Markgrafen entweder entstanden oder ihr heutiges Aussehen erhielten: Das heutige Rathaus (seit 1974 in dieser Funktion), ein ursprünglich im 16. Jahrhundert aus zwei separaten Gebäuden zusammengefügter Komplex, war seine Residenz, in der er 1757 starb. Aus derselben Ära stammen die Stadtvogtei (1749/50 errichtet), das ehemalige Amtshaus am Marktplatz (1726, seit 1805 Stadtapotheke), das Palais Heydenab (Wohnsitz eines markgräflichen Oberamtmanns, heute eine Bank) sowie das Zocha-Palais (heute Stadtmuseum).
  • Das ehemalige Jagdschloss des Wilden Markgrafen (1749) mit großzügig angelegtem Hofgarten und historischem Baumbestand befindet sich oberhalb des Stadtkerns und wird seit 1982 als Haus des Gastes für diverse Veranstaltungen genutzt.
  • Diverse Fachwerkstadel verteilen sich vereinzelt auf das Stadtbild. Das auffälligste, das sich 1753 ein Korporal des Wilden Markgrafen errichten ließ, befindet sich nahe der Altmühl. Hier sind heute erzgebirgliche Exponate von Gunzenhausens Partnerstadt Weipert untergebracht.
  • Reste des Limes (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2005) sind im Burgstallwald östlich der Stadt 1980 restauriert worden. Ein dokumentierter Wanderweg führt zu einem rekonstruierten Palisadenzaun und Wachtturm.
  • Die Altmühlpromenade und der Altmühlsee sind im Sommer ein beliebtes Freizeitgelände. Zu diesem gehören auch die Sport- und Freizeitbäder Waldbad am Limes und Solebad Juramare.

Quelle: Wikipedia