Die Aktualität des Dienens

Viele Menschen verstehen unter Dienen eine altmodische Tätigkeit, die für Bürger eines demokratischen Staates unwürdig sei. Andererseits heißt es immer öfter, dass wir in einer Dienstleistungsgesellschaft lebten. Im Alltag ist man freilich eher zur Selbstbedienung gezwungen.

Die wahre Bedeutung des Dienens lehrt das Evangelium. Es berichtet über Jesus als Dienenden, der Kranke und Besessene heilt, Hungrige speist, Trauernde tröstet, Kinder segnet, Außenseiter annimmt, Sünden vergibt und Gottes Heil und Willen verkündet.

In der Diakonie ist Dienst am Nächsten der zentrale Auftrag. Schon der Begriff Diakonie, der aus dem Altgriechischen stammt, bedeutet Dienst. Dahinter steht die Überzeugung, dass der Glaube durch Taten spricht – durch Hilfe, Begleitung und Beratung der Mitmenschen in allen Lebenslagen. 

Über die Diakonie hinaus verstehen die Diakonissen der Hensoltshöhe ihren Auftrag als Mission. Sie wollen das Evangelium von Jesus Christus, das sie als befreiend und erlösend erfahren haben, leben und weitergeben – mit dem Ziel, anderen Menschen dabei zu helfen, auch den Weg zu Gott zu finden. Sie vermitteln die ermutigende Botschaft: Jeder kann von Jesus Christus her eine neue Perspektive für sein Leben gewinnen. Denn Gottes Wort ist die Wahrheit – und diese Wahrheit macht frei.